Der Jakobusaltar„Wer kennt ihn nicht und würde ihn lieben wie einen Freund, diesen urwüchsigen Menschen mit dem bestimmten Gesichtsausdruck, dem Gemüt einer reinen Seele, aufrichtig und treu wie es eben einem Jünger Jesu zusteht. Er ist zum Volksheiligen aufgestiegen und vielen Gotteshäusern Patron, das heißt Schutzherr, geworden.“ (Hans Hümmler in Helden udn Heilige, Bonn)
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| © Norbert Clausen |
| Pfarrkirche Röthlein, Jakobusaltar |
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Das Ensemble am Jakobusaltar stellt erneut die harmonisch betonte Werkarbeit des fränkischen Holzbildhauers Thomas Buscher unter Beweis. Dem Dreiundvierzigjährigen aus einer Steinmetzfamilie stammenden Protagonisten der Neugotik ist eine im Konzept vollendete Komposition gelungen, ein Zusammenklang von Bibelnähe und Daseinsschilderung. Die Erfolge sakraler Bildhauer gründen auf der ihm eigenen Gestaltungsweise der Körperformen bei den Follviguren und der Bearbeitung der fast malerisch zu nennenden Flügeltafeln. So besehen wirkt der künstlerische Gesamteindruck seiner in den Altarschrein von Angermaier gestellten personalen Figuren der Heiligen überzeugend. Dem stillen Betrachter werden die Glaubwürdigkeit und der Sinn der Botschaft verständlich nahe gebracht, wie die Evangelisten sie berichtet haben. Dies erhebt die aus Buschers Hand mit meißel und Messer in Lindenholz figural komponierten Altarschöpfungen zu einer meisterhaft sich gebenden Leistung.Architekt Angermaier schreibt am 27. November 1900: „ ... im Übrigen muss ich Ihnen (Herrn Pfarrer Kram) noch beifügen, dass herr Buscher an der Mittelgruppe des Altares schon längere Zeit beschäftigt ist und in mehreren Wochen Mitte nächsten Monats die Reliefs beginnen wird, um dann alles mitsammen fertig stellen zu können. Die Schreinerarbeiten habe ich am Samstag vergeben ...“ Gemäß des Kostenvoranschlages, den Thomas Buscher am 15. Mai 1901 einreichte, hatte er für den Mittelteil die drei Vollfiguren Johannes, Petrus und Jakobus in der Mitte zu einem Gesamtpreis angefertigt. Erneut beweist sich der Erzähler und Bildgestalter Buscher mit Meißel und Messer bei der figuralen Darstellung der drei Heroen und Zeugen des Neuen Testaments. Die Mitteltafel - Jakobus, Petrus und Johannes Die Berufung des Jakobus und Johannes - linker Seitenflügel oben Die Tochter des Jairus - rechter Seitenflügel oben Die Verklärung Jesu am Berg Tabor - linker Seitenflügel unten Das Gebet Jesu am Ölberg - rechter Seitenflügel unten
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