Das Röthleiner Käppele
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| © Klaus Dieter- Clausen |
| Das Röthleiner Käppele |
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Außerhalb des Ortes, aber mitten im Herzen der Röthleiner liegt in der Flur "Eichholz" zwischen Röthlein und Schwebheim das Röthleiner Käppele. Es ist das Ziel vieler Spaziergänge und Radtouren. Genauso beliebt ist es aber bei Menschen, die Sorgen drücken. Sie finden hier Ruhe und Zuversicht im Gebet. Vor rund 150 Jahren wurde die Kapelle von einer gewissen Familie Wächter zu Ehren der Muttergottes erbaut. Die Familie Wächter übertrug später der Gemeinde das Eigentumsrecht. Somit hatte die Gemeinde die Unterhaltung der Muttergotteskapelle übernommen.
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| © Klaus- Dieter Clausen |
| Blick aus dem Röthleiner Käppele |
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Als die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg in Richtung Röthlein vorgedrungen waren, sprengte im März 1945 die in der Nähe der Kapelle stationierte Flakabteilung das kleine Gotteshaus, um freie Sicht zur Straße zu haben. In Deutschland war damals jedes Mittel recht, um den längst verlorenen Krieg noch mit aller Gewalt zu gewinnen. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Lorenz Johanni wurde im Februar 1951 eine Haussammlung von den Gemeinderäten und von der Kirchenverwaltung durchgeführt, "damit die Finanzierung auf breiter Basis getragen wird", so der unbekannte Chronist. 1465,20 DM kamen zusammen, so dass das Gebäude mit viel Eigenleistung wieder errichtet werden konnte. Am 6. Mai 1951 nahm Pfarrer Willibald Müller die Einweihung unter Beteiligung der "gesamten Gläubigen der Gemeinde" vor. 1955 wurde vor allem das Innere der Kapelle verschönert. Pfarrer Müller, Lehrerin Wiesner und Lehrer Müller führten die Arbeiten aus.
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| © Klaus- Dieter Clausen |
| Mutter Gottes im Röthleiner Käppele |
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Im Jahr 2004 wurde erneut eine Renovierung des Käppeles vorgenommen. Auf Initiative von Familie Dietrich machte sich eine Gruppe rüstiger Rentner mit Unterstützung des Malermeisters Krug daran, dem Käppele ein frisches Aussehen zu verleihen. Au0erdem wurde die Wiese am Käppele mit Bänken und einem Tisch ausgestattet und lädt so Wanderer und Radler zu einer Pause ein. Mit der Segnung und dem Pflanzen zweier Rosenstöcke am 1. Mai 2005 wurden diese Arbeiten beendet. Heute steht das Röthleiner Käppele neben dem privaten Gebet vieler Christen am 1. Mai jeden Jahres im Mittelpunkt der Kirchengemeinde. Dann wird hier unter freiem Himmel ein Gottesdienst gefeiert, an den sich ein kleines Pfarrfamilienfest anschließt. Besucher des Käppeles werden dringend gebeten, hier keine Kerzen aufzustellen oder anzuzünden. Dazu besteht Gelegenheit in der Pfarrkirche.
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